Dagmersellen erlebt gegen Eich einen gebrauchten Abend
Nach dem tollen Cupsieg gegen Willisau durfte man gespannt sein, ob der FCD diesen Schwung in die Meisterschaft mitnehmen kann. Bei schönstem Spätsommerwetter übernahm Dagmersellen auf der Chrüzmatt von Beginn an die Initiative und setzte Eich früh unter Druck. Doch praktisch mit dem ersten Angriff gingen die Gäste in Führung und brachten den FCD damit aus dem Rhythmus. Am Ende musste sich Dagmersellen mit 0:2 geschlagen geben. Damit folgte auf den Cup-Erfolg die Ernüchterung in der Meisterschaft.
Der FCD startete engagiert, stand hoch und versuchte, die Eicher bereits in deren Platzhälfte einzuschnüren. In der ersten Viertelstunde resultierten daraus einige Halbchancen, ohne dass es vor dem Tor von Meier wirklich gefährlich wurde. In der 16. Minute folgte dann die kalte Dusche: Nach einem Foul an einem Eicher Angreifer zeigte der Schiedsrichter auf den Punkt. Captain Sandro Ottiger liess sich die Gelegenheit nicht entgehen und verwandelte den fälligen Strafstoss sicher zum 0:1.
Danach verlor das Heimteam komplett den Faden. Ähnlich wie bereits vor Wochenfrist gegen Ruswil wollte nur wenig gelingen, die Aktionen wirkten umständlich und der Spielfluss war dahin. Erst nach rund einer halben Stunde wurde Dagmersellen wieder gefährlich. Zweimal bot sich Andrin Fischer die Chance zum Ausgleich. Zuerst schnappte die Abseitsfalle nicht zu, doch Fischer scheiterte allein vor Torhüter Nico Meier. Wenig später legte Dario Rölli für ihn auf, doch erneut blieb der Ausgleich aus.
Kurz darauf kamen die Wiggertaler zu weiteren Möglichkeiten. Scheidegger lupfte den Ball aus rund 15 Metern über das Tor. Im anschliessenden Angriff hatte Marc Leuppi die bis dahin grösste Chance, doch Meier rettete auf der Linie bravourös. So ging es mit einem 0:1 in die Pause. Eich hatte aus praktisch keiner Torchance einen Treffer erzielt, während der FCD einige Möglichkeiten ungenutzt liess und sich erneut mit einem Rückstand konfrontiert sah.
Kurz nach der Pause reagierte Trainer Pipo Diethelm mit einem Dreifachwechsel, um neue Energie ins Spiel zu bringen. Doch auch nach dem Seitenwechsel tat sich Dagmersellen weiterhin schwer. Es schlichen sich viele kleine Fehler ein, dazu kamen ungenaue Zuspiele und immer wieder falsche Entscheidungen im Spiel nach vorne. Der FCD blieb zwar bemüht, fand aber nur selten Lösungen gegen die kompakt stehenden Gäste.
In der 62. Minute kamen auch die Gäste zu einem gefährlichen Abschluss. Elmiger zog aus guter Position ab, doch sein strammer Schuss zischte knapp am Pfosten vorbei. Kurz darauf schlug Eich eiskalt zu und konterte den FCD in der 65. Minute klassisch aus. Friedli lief allein auf Accola zu, doch dieser konnte den ersten Versuch noch stark zur Seite abwehren. Gegen den Nachschuss war der FCD-Keeper jedoch machtlos: Friedli schlenzte den Ball via Pfosten zum 0:2 ins Netz.
Dagmersellen versuchte noch einmal zu reagieren, doch es fehlte die nötige Durchschlagskraft. Kaum auf dem Feld, hatte Leandro Zurdo in der 84. Minute eine gute Möglichkeit. Sein Abschluss aus rechter Position strich jedoch knapp am langen Pfosten vorbei. Danach war Schluss und das Fazit ist schnell erzählt: Eich spielte einfachen Fussball, verteidigte solidarisch und nutzte seine wenigen Möglichkeiten konsequent. Der Sieg der Gäste war deshalb nicht unverdient.
Für die Wiggertaler war es hingegen ein gebrauchter Abend. Die Diethelm-Truppe präsentierte sich zu vorhersehbar, zu umständlich und wie schon so oft, zu wenig effizient. Wenn Dagmersellen in dieser Saison vorne mitspielen will, braucht es gerade gegen tief stehende Gegner mehr Kreativität und Durchschlagskraft. Die nächste Chance zur Reaktion bietet sich bereits am kommenden Donnerstag im vorgezogenen Meisterschaftsspiel gegen den SK Root (Anpfiff 20 Uhr, Unterallmend).
FC Dagmersellen – SC Eich 0:2 (0:1)
Chrüzmatt. – 150 Zuschauer. – SR: Sebastian Pepaj. – Tore: 16. Ottiger 0:1 (Penalty), 65. Friedli 0:2 – Dagmersellen: Gianluca Accola, Roth, Bühler, Blum, Stäuble, Dario Rölli, Taudien, Livio Rölli, Fischer, Scheidegger, Leuppi, (Schwizer, Nexhipi, Tschopp, Weber, Bernet, Koch, Zurdo) – Eich: Meier, Koch, Troxler, Huber, Mühlebach, Ottiger, Moritz Münkel, Friedli, Isler, Elmiger, Andrin Münkel (Stocker, Dommann, Bühler, Christen). – Bemerkungen:

















































