Dreimal zurückgekommen – Dagmersellen zeigt Moral gegen Grosswangen

Der FC Dagmersellen reagierte im Nachholspiel gegen Grosswangen auf den missglückten Rückrundenstart und erkämpfte sich ein 3:3. In einer intensiven Partie bewies der FCD grosse Moral und kam gleich dreimal zurück. Trotz erneutem Rückstand nach frühem Gegentor liess sich das Heimteam nicht aus dem Konzept bringen und zeigte auch mental eine starke Reaktion. Am Ende entwickelte sich ein packendes Spektakel, das mit einem gerechten Remis endete.

Nach dem misslungenen Auftakt in Knutwil war der FC Dagmersellen auf der heimischen Chrüzmatt auf Wiedergutmachung aus. Gegen den FC Grosswangen, der ebenfalls mit einer Niederlage gestartet war, entwickelte sich von Beginn weg ein intensives Duell. Doch erneut geriet der FCD früh in Rücklage. Bereits in der 2. Minute setzte sich Spielertrainer Jessy Nimi durch, bediente Noel Luternauer, der im Strafraum durch Goalie Cédrice Häfliger von den Beinen geholt wurde. Den fälligen Penalty verwertete Luternauer sicher zur Führung für die Gäste.

Dagmersellen zeigte sich davon wenig beeindruckt und übernahm zunehmend die Kontrolle gegen die kämpferischen dagegenhaltenden Gäste, doch in der letzten Aktion fehlte die Präzision, und auch im Spielaufbau schlichen sich weiterhin zu viele Fehler ein. Die Defensivreihen standen sicher, wodurch sich das Spiel weitgehend neutralisierte und Torchancen lange Zeit ausblieben. Kurz vor der Pause hatte der FCD dann die grosse Ausgleichschance, als David Bernet im Strafraum auf Gian Cavegn zurücklegte, dessen Abschluss jedoch knapp am langen Pfosten vorbeiging. So blieb es zur Pause bei der knappen Führung für die Gäste.

Der FCD kam schwungvoll aus der Kabine. Nach einer Flanke von Noah Tschopp und einem Prellball setzte sich Livio Scheidegger durch und netzte zum verdienten 1:1 ein. Die Freude währte jedoch nur kurz. Wie schon zuletzt in Knutwil führte eine Unachtsamkeit bei einem Standard erneut zum Rückstand. Ein seitlicher Freistoss wurde per Kopf verlängert, Nimi reagierte am schnellsten und vollendete aus kurzer Distanz zum 1:2.

Die Wiggertaler liessen sich nicht hängen und schlugen erneut zurück: In der 68. Minute setzte sich Pascal Schwizer stark durch, liess einen Gegenspieler stehen und glich alleine vor Andre Memaj kaltblütig aus. Die Partie nahm nun richtig Fahrt auf und wog hin und her. Beide Torhüter rückten in den Fokus: Während Häfliger gleich doppelt stark parierte, entschärfte Memaj auf der Gegenseite einen Kopfball von Andrin Fischer in Extremis.

Gegen Ende der Partie überschlugen sich die Ereignisse. Nach einer Kopfballablage traf Tobias Müller aus kurzer Distanz zur erneuten Führung für Grosswangen. Doch praktisch im Gegenzug traf Gian Cavegn per Kopf nach starker Vorarbeit von Marc Leuppi zum 3:3. In einer dramatischen Schlussphase hatten sowohl das Heimteam durch Cavegn als auch die Gäste durch Eifert und Ukaj die Chance auf den Lucky Punch, am Ende blieb es jedoch bei einem gerechten Unentschieden in einem packenden und intensiven Schlagabtausch.

Für die Elf von Pipo Diethelm und Luca Roth ist dies ein äusserst wichtiger Punkt für die Moral, da gleich dreimal ein Rückstand aufgeholt werden konnte. Darauf lässt sich aufbauen. Pipo Diethelm meinte nach dem Spiel: „Die Laufbereitschaft und Mentalität war top. Aufgrund der vielen Ausfälle muss sich die Abwehr erst noch finden, aber dieses Spiel war ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Ich hoffe, dass wir nun endgültig in der Rückrunde angekommen sind.“ Bereits am Samstag bietet sich gegen Buttisholz (Chrüzmatt, 18 Uhr) die nächste Chance, den ersten Sieg in der Rückrunde einzufahren.

FC Dagmersellen – FC Grosswangen-Ettiswil 3:3 (0:1)

Chrüzmatt – 150 Zuschauer. – SR: Hakan Erdöl – Tore: 3. Luternauer (Foulpenalty) 0:1, 48. Scheidegger 1:1, 51. Nimi 1:2, 68. Schwizer 2:2, 81. Müller 2:3, 83. Cavegn 3:3 – Dagmersellen: Cédrice Häfliger, Stäuble, Rölli, Blum, Goller, Tschopp, Taudien, Scheidegger, Bernet, Cavegn, Schwizer (Fischer, Kerlein, Roth, Sampaio, Leuppi).  – Grosswangen: Memaj, Künzli, Joel Wälti, Elias Wälti, Bösch, Baumeler, Marti, Nimi, Eifert, Müller, Luternauer (Ziswiler, Schacher, Ukaj, Kaufmann). Bemerkungen: